FAQ · Photovoltaik

Fragen zur Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach.

Wie viel Strom ein Dach in Norddeutschland liefert, ob Ost-West sich lohnt und was bei Schatten, Schnee und Hitze passiert.

Ertrag & Dach
Lohnt sich Photovoltaik im Norden überhaupt?

Ja. Nach dem EU-Rechner PVGIS erzeugt ein kWp auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung in Bremen rund 1.000 kWh im Jahr, in Stuhr etwa 1.003 kWh. In München sind es rund 1.140 kWh. Der Norden liegt damit etwa 11 bis 13 % zurück. Ausrichtung und Verschattung Ihres Dachs machen oft mehr aus als der Standort.

Wie viel Dachfläche brauche ich?

Rechnen Sie mit 5 bis 7 Quadratmetern je kWp. Ein aktuelles Modul mit rund 450 Watt ist etwa 2 Quadratmeter groß. Für 10 kWp brauchen Sie also gut 20 Module und 45 bis 50 Quadratmeter freie Fläche, ohne Gauben, Fenster und Schornstein.

Taugt ein Ost-West-Dach für Photovoltaik?

Ja. In Bremen liefert ein Ostdach mit 30 Grad Neigung laut PVGIS etwa 19 % weniger als ein Süddach, ein Westdach etwa 21 % weniger. Dafür kommt der Strom morgens und am späten Nachmittag, wenn im Haushalt mehr verbraucht wird. Belegt man beide Seiten, gleicht sich das über den Tag gut aus.

Geht Photovoltaik auch auf dem Flachdach?

Ja, mit einer Aufständerung. Eine flache Ost-West-Aufständerung mit 10 Grad bringt in Bremen etwa 17 % weniger je kWp als ein Süddach, passt dafür aber mehr Module aufs Dach. Wichtig ist die Statik: Ballast und Befestigung müssen zur Dachkonstruktion passen.

Technik & Wetter
Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Die Module wandeln Licht in Gleichstrom um. Der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom für Ihr Hausnetz, moderne Geräte schaffen das mit rund 98 % Wirkungsgrad. Was Sie nicht selbst verbrauchen, lädt den Speicher oder fließt über den Zweirichtungszähler ins Netz. Ausführlich erklärt im Ratgeber Photovoltaik einfach erklärt.

Was bringt die Anlage im Winter?

Nicht viel. In Bremen entfallen auf November bis Februar nur knapp 14 % des Jahresertrags. Liegt Schnee auf den Modulen, sinkt der Ertrag weiter, meist rutscht er auf geneigten Dächern aber schnell ab. Die Anlage verdient ihr Geld von März bis Oktober.

Bringen heiße Sommertage den meisten Strom?

Nicht unbedingt. Module arbeiten am besten, wenn sie kühl sind. Die Nennleistung gilt bei 25 Grad Modultemperatur, pro Grad darüber verliert ein typisches Modul etwa 0,3 % Leistung. Klare, kühle Tage im Mai bringen deshalb oft mehr als ein schwüler Tag im August.

Was passiert, wenn ein Baum Schatten wirft?

Das hängt davon ab, wie viel und wann. Teilschatten auf einzelnen Modulen kann einen ganzen Strang ausbremsen. Bei stärkerer Verschattung helfen Mikrowechselrichter oder Leistungsoptimierer, weil dann jedes Modul für sich arbeitet. Bei leichtem Schatten liefern normale Strangwechselrichter laut einer Studie der Internationalen Energieagentur oft die höchsten Erträge. Wir schauen uns die Schattenlage beim Termin vor Ort an.

Wie lange hält eine Solaranlage?

Die Module 30 Jahre und länger. Das Fraunhofer ISE hat eine Alterung von nur etwa 0,15 % pro Jahr gemessen. Der Wechselrichter hält meist 10 bis 15 Jahre und wird einmal getauscht. Mehr dazu in den Fragen zu Service & Wartung.

Was liefert Ihr Dach?

Wir rechnen Ausrichtung, Neigung und Verschattung für Ihr Haus durch. Kostenlos und unverbindlich.

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